Innovation Friday am 20.02.2026
Innovation Friday: Foundation Models in der industriellen Produktion
Wie transformieren großskalige KI-Modelle die Fertigung? Beim letzten Innovation Friday gab Fabian Lächler von Fraunhofer Austria exklusive Einblicke in die Potenziale und Hürden von Foundation Models im industriellen Kontext.
Der Hype um Künstliche Intelligenz ist ungebrochen, doch die Übertragung allgemeiner Modelle auf spezifische industrielle Anforderungen bleibt eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Im Rahmen unseres regelmäßigen Innovation Friday widmeten wir uns diesmal intensiv dem Thema „Foundation Models“ – jenen vortrainierten Giganten, die allgemeine Repräsentationen aus heterogenen Daten lernen.
Das Fundament: Mehr als nur Sprache
Wie unser Gast-Speaker Fabian Lächler (Fraunhofer Austria) verdeutlichte, beschränken sich Foundation Models längst nicht mehr nur auf Texte. Für die Industrie sind insbesondere Modelle relevant, die:
-
Multimodale Daten verarbeiten (Text, Bilder, Sensordaten).
-
Zeitreihen und Prozessdaten analysieren, um Fertigungsabläufe zu optimieren.
Dabei wurde klar: Diese Modelle stellen erhebliche Anforderungen an die Datenqualität, die verfügbaren Rechenressourcen und die individuellen Anpassungsstrategien der Unternehmen.
Resümee: Der Weg zum echten Mehrwert
Die Abschlusspräsentation von Fabian Lächler brachte die zentralen Erkenntnisse des Vormittags auf den Punkt:
-
Integration als Schlüssel: Modelle werden technisch immer ausgereifter und einfacher anpassbar. Echte Wertschöpfung entsteht jedoch erst dann, wenn diese Modelle nahtlos in die Operational Technology (OT)integriert werden.
-
Daten als Treiber: Die europäische Industrie sitzt auf einem Schatz an Daten. Diese sind der entscheidende Treiber für eine wertschöpfende Nutzung von Foundation Models. Die Aufgabe ist es nun, Wege zu finden, wie Unternehmen systematisch von diesen Daten profitieren können.
-
Sicherheit ist nicht verhandelbar: Neben der Performance ist die Model- und OT-Sicherheit essenziell für den produktiven Einsatz in der Fabrik.
„Der Wettbewerbsvorteil der Zukunft liegt nicht nur im Modell, sondern auch in seiner Integration.“
Ausblick
Der Austausch hat einmal mehr gezeigt, dass Foundation Models kein fertiges „Produkt von der Stange“ für die Produktion sind, sondern ein mächtiges Werkzeug, das eine präzise Domänenanpassung erfordert. Wir bedanken uns herzlich bei Fabian Lächler für diesen tiefen fachlichen Einblick und bei allen Teilnehmern für die spannenden Diskussionen.